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Gefahren
Gefahren und Verletzungen Print

Den positiven Seiten des Kletterns stehen wie in allen Sportarten bei falscher Ausübung oder übertriebenem Training hohe Belastungen des Körpers und damit verbundene Gefahren gegenüber.


Grundsätzlich wird beim Auftreten negativer Auswirkung zwischen Überlastungsschäden und Verletzungen unterschieden.
Überlastungsschäden sind die Summe kleinster Mikroverletzungen, die nicht zur vollständigen Ausheilung kommen. Verletzungen entstehen durch akute Unfallereignisse.

Überlastungsschäden Fingergelenkschwellungen Symptome:
Fingersteifheit, schmerzhafter Faustschluss, Gelenkschwellung


Ursachen: Gelenkergüsse nach Überbelastung, Verdickung der Seitenbänder und
Gelenkkapsel

Therapie: Sportpause, Fingergymnastik ohne Belastung, im akuten Stadium Kälte, im
im chronischen Stadium Wärme

Betroffene Körperteile: Fingermittelgelenke, insbesondere Zeige- Mittel- Ringfinger Sehnenscheidenentzündung Symptome: Belastungs- und Bewegungsschmerzen, fühlbare Reibungswiderstände,

Schwellung

Ursachen: unphysiologische maximale Belastungen, zu kurze Erholungszeiten

Therapie: Sportpause, Ruhigstellung, entzündungshemmende Medikamente, Injektionen, Training der muskulären Gegenspieler

Betroffene Körperteile: Sehnenscheiden der Beugesehnen der Finger, insbesondere Mittel- und Ringfinger Folgerungen für die Kletterpraxis


- Nach Möglichkeit Vermeidung des Aufstellens der Finger
- Abwechseln der Griffarten bei Kunstwänden, möglichst runde Griffe und keine kleinen Leisten
- Einhalten der Regenerationszeiten, weniger ist oft mehr
- Rechtzeitiges Loslassen an Schlüsselstellen anstatt langem "Verbeißen" in einer Schlüsselstelle
- Konsequentes Aufwärmen vor dem Klettern
- Beschwerden ernst nehmen und Sportarzt aufsuchen

Verletzungen Bandverletzung

Symptome: Bluterguss, lautes "Schnalzen", Schmerzen, Bewegungseinschränkung

Ursachen: unphysiologische Belastungen, Sturz und Hängen bleiben, sehr schnelle
Leistungssteigerung

Therapie: Sportpause von 4-16 Wochen, Ruhigstellung von 1-3 Wochen, intensive
Rehabilitation

Betroffene Körperteile: Gelenkkapseln und Seitenbänder sowie A2- Ringband der Finger Meniskusverletzungen Symptome: Belastungsschmerz, Beweglichkeitseinschränkung

Ursache: unphysiologische Belastung bei extremen Beugestellungen der Beine

Therapie: Sportpause, Arthroskopie
Betroffene Körperteile: Innenmeniskus des Kniegelenks, seltener AußenmeniskusKnochenbrüche Symptome: Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Schwellung

Ursachen: Stutz mit hartem Anprall oder Aufprall auf Boden

Therapie: Sportpause, Ruhigstellung, Operation, Rehabilitation

Betroffene Körperteile: Kahnbein des Handwurzelknochens (beim Abfangen eines Sturzes auf das überstreckte Handgelenk), FußwurzelknochenFolgerungen für die Kletterpraxis - Vermeidung verletzungsanfälliger Situationen, Bouldern in großer Höhe, Klettern an der Sturzgrenze bei großem run- out
- Kenntnis und Üben der richtigen Sturztechnik
- Kein Nachgreifen bei Stürzen
- Vermeiden des Aufstellens der Finger
- Sicherheitstraining, Abrolltraining bei Boulderstürzen, richtiges Spotten
- Beschwerden ernst nehmen und Sportarzt aufsuchen






Der Verfasser dieser Seite übernimmt keine Verantwortung über die oben genannten Punkte. Es ist auf jedenfall besser sich bei Verletzungen an einen Arzt oder das nächste Krankenhaus zu wenden.

Quelle

 
Gefahren beim Klettern Print

Wer mit dem Klettern anfangen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies kein einfacher und ungefährlicher Sport ist. Es gibt verschieden Arten des Kletterns die vom recht ungefährlichen Klettern in der Halle über das Klettern am Fels oder in der Höhle bis hin zum sehr gefährlichen Gebäudeklettern gehen.

Insgesamt ist jedoch zu sagen, dass die Gefahren beim Klettern um einiges minimiert werden können, wenn sie vorher einen guten Kletterkurs besucht haben und immer Wert auf die richtige Sicherung legen.
Wenn sie also mit dem Klettern beginnen möchten, wenden sie sich an Profis, die ihnen das Klettern von Anfang an professionell beibringen können. So erlernen sie die richtigen Kletter- und Sicherungskenntnisse und sind bestens auf eine eigene Klettertour vorbereitet.

Bevor sie im Gebirge klettern oder gar eine mehrtägige Klettertour ins Auge fassen sollten sie sich vorab über das Klettergebiet und die evtl. andere Bezeichnung der Schwierigkeitsstufen informieren. Nur so können sie vermeiden, dass sie beispielsweise als Anfänger auf einer sehr schwierigen Route landen. Eine große Gefahr beim Klettern liegt darin, dass viele Kletterer ihre Leistungen schlicht und ergreifend überschätzen und dann auf einer viel zu schweren Route klettern.

Wenn man über die gefahren beim Klettern spricht ist zu bedenken, dass viele Unfälle nicht durch eigenes Verschulden zu Stande kommen, sondern durch Unachtsamkeit des Sicherers. Dieser spielt beim Klettern eine ebenso wichtige Rolle wie der Kletterer selbst. Achten sie also stets darauf, mit einem erfahrenen Kletterer und Sicherer zu klettern.

Wenn sie im freien Gebirge klettern ist es von großer Wichtigkeit, dass sie eine gute Ausrüstung und der Witterung entsprechende Kleidung tragen. Auch ein Helm ist wichtig, da er nicht nur bei Stürzen schützt, sondern auch vor herab fallenden Steinen oder Ästen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Gefahren beim Klettern durch eine gute Vorbereitung, eine entsprechende Ausrüstung und eine realistische Einschätzung der eigenen Kenntnisse stark vermindert werden können.

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