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Kletterknoten
Knotenkunde Print

Kletterknoten knüpfen lernen!
Es gibt verschiedenen Arten, Knoten zu lernen. Man kann sich zu Hause mit einer Anleitung und einem Stück Seil hinsetzen oder man kann sich Knoten von jemandem zeigen lassen, der deutlich bewanderter in der Knotenkunde ist. Letzteres ist natürlich vorzuziehen, wenn möglich. Wenn man mit einer Methode nicht klarkommt, versuche man eine andere. Wenn jemand einen Knoten erklärt und man versteht dies par-tout nicht, kann es helfen, sich diesen Knoten von jemand anderem erklären zu lassen. Manche Leute lernen Knoten am besten, indem sie sich den fertigen Knoten anschauen und sich selbst überlegen, wie man den Knoten knüpft. In diesem Fall sollte man den fertigen Knoten aber von jemandem überprüfen lassen, der sich mit Kletterknoten auskennt.


Neben dem Knüpfen eines Knotens muss man auch in der Lage sein, zu beurteilen, ob ein Knoten richtig geknüpft ist. Das ist für die gegenseitige Partnerkontrolle beim Klettern wichtig.

Versuche dir also einzuprägen, wie ein richtig geknüpfter Knoten aussieht. Wenn du mit anderen kletterst, solltest du vorher immer einen Blick auf den Knoten deines Partners werfen. Schön geknüpfte Knoten, bei denen die Seilstränge parallel laufen, lassen sich leichter überprüfen. Man kommmt sich zwar als Anfänger leicht albern vor, wenn man die Knoten von Leuten überprüft, die schon Jahre lang klettern. Trotzdem sollte man es machen, denn auch Leute mit viel Routine können Fehler machen.

Gewöhne dir auch an, dich beim Einbinden durch nichts ablenken zu lassen und vor dem Losklettern den Knoten selbst noch einmal kurz zu überprüfen. Es gab schon eine Reihe von Unfällen, weil Kletterer ihre Knoten nicht zu Ende geknüpft haben.

Quelle

 
Der Halbmastwurf HMS Print
 
  1. Seil in einer einfachen Schlaufe legen. Das im Bild links herauslaufende Seilende ist hier bereits vor dem oben herauslaufenden Seilende gekreuzt. Das aus der Schlaufe links herauslaufende vordere Seilende wird dann hinter dem anderen Seilende vorbeigeführt.
  2. Durch die beiden parallel liegenden Schlaufenbögen den Schraubkarabiner einklinken und die Verschlusshülse zuschrauben.
  3. Testen, ob der Halbmastwurf „umschlägt“. Dazu zieht man abwechselnd an den Seilenden. Die Knotenform ändert sich dabei. Dieses Verhalten des Halbmastwurfes ist typisch und wird zur Kontrolle des Knotens herangezogen.

Nochmals zu kontrollieren: Der Schraubkarabiner muss vor der Benutzung des Halbmastwurfes geschlossen und die Schraubhülse zugeschraubt sein. Der Schraubkarabiner muss vor dem Gebrauch des Knotens eingeklinkt in einen Fixpunkt sein, der eine Gegenkraft während der Benutzung auf den Zug der Seilenden erwirkt. Der Fixpunkt liegt den Seilenden gegenüber.

Quelle

 
Der Mastwurf Print

Im Gegensatz zum Halbmastwurf handelt es sich beim Mastwurf um einen auf Zug blockierenden Knoten. Er wird in einen Ring, Öse oder Schraubkarabiner gebunden.

Bei Verwendung eines Schraubkarabiners ist darauf zu achten, dass die Schraubhülse des Schraubkarabiners nach dem Legen des Knotens zugeschraubt wird. Auch hier ist wie bei der Halbmastwurfsicherung darauf zu achten, dass eine Seilführung über die Schraubhülse durch Seilreibung den Karabiner öffnen könnte. Da der Mastwurf im Gegensatz zur Halbmastwurfsicherung keinen Seilrutsch bietet, blockiert er bei Belastung durch Zug nahezu statisch.

 

Der Mastwurf wird wie folgt geknüpft:

  1. Seil in zwei einfache und gleichartige Schlaufen legen. Das erste Bild ähnelt einem Ankerstich. Es ist bei genauem Hinsehen jedoch keiner. Dies wird besonders beim Vergleich mit Bild 2 deutlich. Die Schlaufenverbindung führt in beiden Bildern beim linken Seilstrang, der oben aus dem Bild läuft, hinten vorbei. Beim rechten Seilstrang verläuft diese davor.
  2. Die rechte Schlaufe wird vor die linke geschoben.
  3. Durch die parallel liegenden Schlaufenbögen den Schraubkarabiner einklinken. Die Verschlusshülse des Schraubkarabiners zudrehen!
  4. Wenn an einem oder beiden Seilenden gezogen wird, zieht sich der Knoten um den Karabiner fest und blockiert vollständig.

 

 Quelle

 
Der Achterknoten Print

Ein gelegter Achterknoten kann nach dem Knüpfen über einen Karabiner an Fixpunkten, Ringen, Schlaufen oder Ösen befestigt werden. Ist dies nicht erwünscht, so wird die gesteckte Variante des Knotens vorgezogen.

Das aus dem doppelten Achterknoten schlussendlich herauslaufende Seilende sollte eine Länge von 10 cm nicht unterschreiten, um ein versehentliches Öffnen zu verhindern. Ein längeres Seilende kann, falls nötig, über wiederholte halbe Schläge oder einen Kreuzschlag um das Lastseil herum sauber verkürzt werden und zusätzliche Sicherheit gegenüber unbeabsichtigtes Lösen des Knotens bieten.

Der Achterknoten lässt sich nach einer Belastung einfacher wieder lösen als der Sackstich und ist gerade für Anfänger deutlich leichter und sicherer zu knüpfen als der doppelte Bulin, der sich dafür allerding nochmals deutlich leichter lösen lässt.. 

 

Quelle

 
Der Prusikknoten Print
Der meistverwendete Klemmknoten ist der Prusikknoten.

Als Prusikschlinge bezeichnet man Reepschnur, die mit einem Sackstich oder Spierenstich zu einer Schlinge verbunden ist. Kurze Prusikschlingen zur Hintersicherung beim Abseilen werden als Kurzprusik bezeichnet. Längere Prusikschlingen werden auch als Langprusik bezeichnet.


Knüpfen eines Prusikknotens
Beim Knüpfen des Knotens aus einer geschlossenen Prusikschlinge wird mit der Schlinge zuerst ein Ankerstich um das abzuklemmende dickere Seil gelegt.
Durch eine weitere zweite Umrundung des Seils mit der Schlinge entsteht ein einfacher Prusikknoten.
Im durchgefädelten Ende kann ein Karabiner zur Befestigung angebracht werden. Auf Zug an diesem Ende klemmt der Prusikknoten das Seil ab.
Der Prusikknoten selbst ist symmetrisch. Die Wirkungsrichtung beim Klemmen setzt daher bei Zug nach oben und unten ein. Nur unter deutlicher Entlastung ist der geklemmte Prusikknoten wieder zu öffnen.

Je höher der Unterschied des Seildurchmessers zum Durchmesser der Reepschnur der Prusikschlinge, desto besser klemmt der Prusikknoten. Auch durch eine angepasste höhere Anzahl an Seilumrundungen kann eine verbesserte Klemmwirkung erzielt werden.

Beim Abseilen dient eine kurze Prusikschlinge als Hintersicherung. Sie wird mit einem Prusikknoten am Seil und mit einem Karabiner an der Beinschlaufe des Klettergurtes befestigt. (Siehe auch: Abseilen.)


Prusikknoten mit zusätzlicher WicklungWenn der Prusikknoten auf einem Seil nicht zuverlässig klemmt, kann man die Klemmkraft durch eine zusätzliche Wicklung verstärken.
 

 

Quelle

 
Der Spierenstich Print
 

Der Spierenstich, auch Fischer genannt, dient der Verbindung zweier gleichstarker Seilenden. Deshalb eignet er sich dazu, aus Seilen und Reepschnüren Schlingen zu fertigen. Um ihn zu knüpfen

  1. legt man das Seil gegenläufig zueinander,
  2. knüpft einen Kreuzschlag in das erste Seilenden um das zweite Seilende gegenläufig herum,
  3. knüpft einen weiteren Kreuzschlag in das zweite Seilende um das erste Seilende,
  4. zieht die Seilenden und die Seilstücke fest, so dass die Kreuzschläge aneinander laufen.

Bei Zug auf die Seilstücke bzw. die Schlinge zieht sich auch der Spierenstich immer fester. Die aus dem Knoten herauslaufenden Seilenden sollten das 12-fache des Seildurchmessers, mindestens jedoch 10 cm, nicht unterschreiten.

 

Quelle

 
Der Sackstich Print
Ein Kreuzschlag mit zwei parallel geführten Seilsträngen heißt Sackstich.

Für einen gelegten Sackstich nimmt man das letzte Seilstück doppelt und macht einen Kreuzschlag.
Für einen gesteckten Sackstich knüpft man zuerst einen Kreuzschlag etwa 1 Meter vom Seilende entfernt und führt das Seilende dann durch die einzubindende Schlaufe oder Öse. Mit dem durchgefädelten Seilende fährt man den Knoten in umgekehrter Richtung nach. Nach dem Knoten müssen alle vier Seilstränge einzeln nachgezogen werden.
Je nachdem, an welcher Seite des Kreuzschlages man mit dem Nachfahren beginnt, erhält man einen Sackstich in Tropfenform (bei umgekehrter Richtung) oder in Ringform (bei gleicher Richtung). Der gesteckte Sackstich in Ringform wird auch zum Knoten von Bandschlingen verwendet. Man bezeichnet ihn dann als Bandschlingenknoten.
Der Sackstich ist sehr einfach zu erlernen und damit auch für Anfänger geeignet. Wenn er belastet wurde, lässt er sich aber nur sehr schwer lösen. Deshalb wird zum Anseilen meist der Achterknoten benutzt. 

 

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Der Schleifknoten Print
Mit dem Schleifknoten kann man ein gespanntes Seil so fixieren, dass es auch unter Belastung wieder freigegeben werden kann. Eine ausgebildete Schleife wird dabei durch eine Schlaufe geführt. Die Schleife des Schleifknotens blockiert bei Zug an einem Seilende, während bei Zug am anderen Seilende die Schleife selbst aufgezogen und gelöst werden kann. 

 

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