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Berichte
Piz Buin

2009

Piz Buin Gipfel

Hans, Martin und Marco hängen in einem steilen Schneefeld. Das gespannte Seil verhindert ein weiteres abrutschen. Schnee peitscht von Seite in die nassen Gesichter.

Der vorher vergrabenen Eispickel regt sich glücklicherweise keinen Millimeter aus der Sicherungsposition.
Thomas Schlegel unser Bergführer an diesem Wochenende hat uns damit erfolgreich bewiesen wie man eine gestürzte Person sicher wieder aus einer Klettscherspalte befreien kann. Diese kleine Einführung gab es nach verregnetem Aufstieg zur Wiesbadner Hütte. Zwei Stunden später bei herrlichem Riesenschnitzel und Kaiserschmarren waren die Strapazen jedoch schnell wieder vergessen. Die Jacken warteten im Trockenraum derweil auf bessere Zeiten. Der Blick aus dem Zimmerfenster am nächsten Morgen verriet, der Wetterbericht hat uns nicht enttäuscht, Blauer Himmel und sonnige Gipfel, einfach traumhaft.
Die Steigeisen werden am Schuh befestigt, das Seil eingeklinkt. Vor uns in grellem Licht türmt sich der Gletscher auf. In zwei vierer Seilschaften nähren wir uns dem Gipfel.
„Die Steigeisen können nun abgelegt werden, Vesper und ein Seil lasen wir hier…“ so die Information von Thomas. Wir stehen nun direkt vor dem Gipfelmassiv des Piz Buin. Eine letzte Stärkung vor dem Aufstieg wird eingenommen. Am aufgebauten Fixseil steigen wir dem kleinen Gipfelplateau entgegen, das dem Ansturm an Bergsteigern an diesem Tag nicht ganz gewachsen war. Das Kreuz wurde schnell berührt, eine Notiz im Gipfelbuch hinterlassen und dann ging es auch schon wieder Talwärts.
„Seil frei“ hörte man eine Stimme von unten, und der nächste war mit Abseilen dran.
Im „Wiesbadener Grätle“ dem von uns gewählten Alternativabstieg waren wir alle wieder in unserem Element. Durch steilen Fels ging es auf direktem Weg erst langsam, im Schneefeld dann aber umso schneller wieder zurück zur Hütte. Dort erstrahlte der Piz Buin nochmals in herrlicher Abendsonne und erfüllte uns bei der bestellten Backerbsensuppe und einem Radler ein wenig mit Stolz

 
Begehung des Salewa-Klettersteigs

 04.07.2009

Dieses Jahr  verliesen wir einmal ganz mutig für einen Tag unsere Toprope- Kletterei und begaben uns auf das Gebiet der Klettersteige.
Da diese Art des Kletterns für viele von uns Neuland darstellte, hatten wir Achim Gulde als „einheimischen Allgäuer Bergführer“ an unserer Seite.

Viele Wetterberichte hatten uns an den vorherigen Tagen nur die Bilder von schwarzen Wolken gezeigt und daher waren wir gespannt, ob wir die Unternehmung überhaupt machen konnten.

Am Samstagmorgen um 5.00 Uhr entschieden wir uns dann letztendlich doch ins Allgäu an das Oberjoch zu fahren. An der Talstation der Bahn trafen wir uns dann schließlich sogar bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein mit Achim.
Kurz darauf fuhren wir dann mit dem Sessellift nach oben und von der Bergstation ging es dann  mit einem kleinen Aufstieg weiter zum Einstieg des Klettersteigs.
Nach kurzem „Materialcheck“ und Erklärungen zum Klettersteig  stiegen wir dann auch schon gespannt in den neu angelegten Steig ein.

Da es an den vorherigen Tagen geregnet hatte war  der Weg zwar etwas nass, alles in allem aber gut zu bewältigen.
Kurze schwierigere Passagen mit Kletterstellen und leicht überhängenden Teilen machten den Steig für uns interessant.
Schon nach etwa 2 Stunden standen wir dann mit ca. 20 anderen Bergwanderern auf dem Gipfel und konnten eine wunderbare Aussicht genießen.

Nach einer kurzen Gipfelrast ging es dann auf dem Wanderweg wieder abwärts Richtung Tal. Der Abstieg wurde durch Erklärungen über Alpenrosen und Allgäuer Kuhrassen sehr kurzweilig
und so waren wir schnell an der Hütte. Dort genossen wir dann auf der Terrasse Schiwasser und Kaiserschmarren.

Da  die Wetterlage aber nicht so sicher war und schon bald darauf dunklere Wolken über uns zogen, stiegen wir ab und standen dann schon um  14.30 Uhr wieder an unserem Busle. Dort verabschiedeten wir uns dann wieder von unserem Bergführer und fuhren wieder Richtung Heimat.

An dieser Stelle möchten wir uns alle ganz herzlich bei Achim Gulde bedanken, der die gesamte Planung für unsere Begehung in die Hand genommen hat, der uns sicher ans Ziel gebracht hat und dank dem wir eine tolle neue Erfahrung  machen konnten.

 

Salewa_Klettersteig_02

Autor: Marina Maier


 

 
Hochseilgarten Lichtenstein

27.10.2007

Um 11.00 Uhr trafen wir uns erst einmal alle am Reifen Dreher in Balingen. Nach ein paar Startschwierigkeiten (da mal wieder zwei das Anmeldeformular nicht ganz ausgefüllt hatten) ging es dann endlich mit einem Bussle und einem Auto los.

Dank Susannes guter Streckenkenntnisse verfuhren wir uns nur einmal und kamen so gegen 12.30 Uhr am Hochseilgarten in Lichtenstein an.

Das Bezahlen dauerte dann etwas länger, da unsere Jungs dachten, dass man unbedingt eine Gruppenkarte nehmen müsse. Nach umständlichem Rechnen und unter dem Druck der Schlange hinter uns schafften sie es endlich, und wir bekamen unsere Ausrüstung. Nach einer kurzen Kontrolle der Gurte und einer Einführung konnten wir endlich um kurz nach 13.00 Uhr starten. Da man so lange hätte warten müssen, wenn wir alle zusammen gegangen wären, trennten wir uns (wir hatten ja nur drei Stunden Zeit). Wir mussten über dünne Seile balancieren, von einem Steigbügel in den anderen in 10 Metern Höhe gelangen, mit einem Snowboard fahren, über Hängebrücken, dünne Metallleitern und Netze klettern, mit Seilrutschen von einem Baum zum anderen gelangen und vieles mehr. Alles wackelte und wir hatten sehr viel Spaß. Am Schluss machten wir dann noch fast alle die schwierigste Route (die 7), bei der wir aber das Pech hatten, dass drei Jungen vor uns waren, die sehr lange brauchten. Einmal mussten wir 20 Minuten warten, bis wir weiter konnten. Da es nicht besonders warm war, kamen wir dann relativ durchgefroren unten an. Nach einem kurzen Auftanken am Kiosk, an dem es leckere Pommes gab, machten wir uns auf den Heimweg.

Insgesamt war es ein sehr schöner Tag, an dem wir alle mal wieder sehr viel Freude hatten und der sich hoffentlich irgendwann wiederholt.

Autor: Sarah Esch

 


 

 


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